10. August 2010
Liebe Blogbesucher,
mit Stolz möchte ich verkünden, dass die DVD zur Produktion “Blind Date” erschienen ist.

Erhältlich ist die DVD in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen:
Blind Date Standard Edition
Eine exzellente Aufnahme im Sinne eines gewissen Retrostils. Zu sehen sind die Produktion an sich sowie die Laudatio, die sich an die eigentliche Premiere angeschlossen hat.

Blind Date Special Extended Edition
Die Blind Date SEE enthält Backstage-Berichte, das Plakat von Ronald Schröder als handliches PDF, einen Scan der Pressereaktion sowie über 350 Fotos aus den einzelnen Produktionsabschnitten.

Blind Date Probenaufnahmen
Auch diese Aufnahmen sind als Doppel-DVD erhältlich. Die Verfügbarkeit beschränkt sich jedoch auf das Produktionsteam an sich. Bei Interesse bitte ich um eine kurze Rückmeldung.
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Tags: Aufführung, Blind Date, Darsteller, Darstellung, die Kunst des Theaters, Inszenierung, Interaktion, Körper, Michael Hausdorf, Musik, Person, Probe, Produktion, Rezeption, Rolle, System der theatralischen Zeichen, Theater, Theaterbegriff, Theaterstück, Theatralität, Wahrnehmung, Zeichensystem des Theaters
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24. Juni 2009
Theater und Theatralität
In unserem Sprachgebrauch wird der Begriff Theater zumeist eindeutig als Bezeichnung für ein Gebäude oder eine spezielle Richtung der Darstellenden Kunst verwendet. Ein jeder weiß, was ein Theater ist und dass in einem Theater eine oder mehrere Personen ein Theaterstück für andere Personen spielen.
Verbreitet ist auch der Ausspruch „Was für ein Theater!“, meist eher nicht in Verwendung ob des Lobes an die Qualität einer etablierten Spielstätte, sondern um eine alltägliche Begebenheit zu beschreiben. Eine Situation, die hervorsticht durch besondere Momente. Etwas, dass diese Situation von der gemeinen Situation des schnöden Alltags unterscheidet.
Und letzten Endes kommt es dann und wann vor, dass Jemand meint, dass ihm ein Anderer „ein Theater vorspiele“. Also eine Situation, die zum Einen durchschaubar gemimt sei und zum Anderen nicht die Wirklichkeit, die sie vorgibt, abbildet.
Um Theater nun nicht aus seiner ursprünglichen Begrifflichkeit lösen zu müssen und um dennoch über Phänomene reden zu können, die in offensichtlich engem Kontext hierzu stehen, hat sich mit der Zeit ein Begriff eingebürgert, der bis heute Verwendung findet, nämlich der der Theatralität.
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Tags: Andreas Kotte, Anthropologie, interdisziplinär, Kulturwissenschaften, Kunstwissenschaft, Michael Hausdorf, Philosophie, Psychologie, Spielstätten, Sybille Wirsing, Theater, Theaterbegriff, Theatralität
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25. Juni 2009
Politik als Inszenierung
Sieht man einmal von der durch Wirsing ausgedrückten Geringschätzung der gastgebenden Fachdisziplin ab, dann wird hier unbeabsichtigt ein weitaus größerer und bedeutenderer Themenkomplex angesprochen: es gibt bis heute keine eindeutige Definition des Begriffs Theatralität.
Kann man dennoch davon ausgehen, dass Theorien, Begrifflichkeiten und Sichtweisen der Theaterwissenschaft deswegen trotzdem auf andere Bereiche als das Theater anwendbar sind?
Ist es vertretbar, dass sich Theaterwissenschaftler auch mit anderen Gegenständen wie der Tagespolitik oder dem Gebaren eines Politikers beschäftigen und eine im wissenschaftlichen Diskurs um ein solches Thema von anderen Disziplinen respektierbare Meinung einnehmen können?
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Tags: Analyse, Erika Fischer-Lichte, Herfried Münkler, Irrelevanzthese, Manipulationsthese, Methoden, Michael Hausdorf, Politik als Inszenierung, SPD Leipziger Parteitag 1998, Theaterwissenschaft, Theatralität, wissenschaftlicher Diskurs
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26. Juni 2009
Inszenierung und Aufführung
Fischer-Lichte hat in ihrem Vortrag den Begriff der Inszenierung als Herleitungsschritt benutzt. Dazu hat sie eine Definition dieses Begriffs gewählt, wie er auch im Allgemeinen Theaterlexikon verzeichnet ist: Inszenierung meint „das Ordnen des Personals und des Materials zum Ganzen der Darstellung einer dramatischen Dichtung“(1).
Sie führt des Weiteren aus, dass in den letzten dreißig Jahren zudem eine Öffnung des Begriffs stattgefunden hat, so dass er auf alle Prozesse Anwendung finden kann, bei denen das Ordnen der Personen und des Materials dazu dient, etwas in Hinblick „auf eine bestimmte Wahrnehmung erfahrbar zu machen“(2).
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Tags: Allgemeines Theaterlexikon, Andreas Kotte, Aufführung, Bild, cultural performance, Darstellung, die Kunst des Theaters, Edward Gordon Craig, Erika Fischer-Lichte, evangelisch, Feier, Fest, Gemeinschaft, Geräusch, Gottesdienst, Guido Hiß, Inszenierung, Interaktion, Jens Roselt, Karl Herloßsohn, Körper, Kult, Michael Hausdorf, Musik, Phänomenologie von Erfahrungen im Theater, Planung, Politik, Probe, Produktion, Raum, Rezeption, Ritual, stimmliche Artikulation, System der theatralischen Zeichen, szenische Elemente, Theater, Theaterwissenschaft, These, Wahrnehmung, Zeichensystem des Theaters, Zeremonie
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27. Juni 2009
Die Gottesdienstordnung
Ich möchte an dieser Stelle zum ersten und letzten Mal anmerken, dass es sich hier um den Versuch einer möglichst objektiven Untersuchung handelt. Es liegt nicht in der Absicht des Verfassenden, die Weltansicht und das Handeln eines Gläubigen in irgendeiner wie auch immer gearteten Weise zu bewerten, sei es nun positiv oder negativ.
Daher wird auch nicht näher auf theologische Fragen oder dergleichen eingegangen werden. Ich gestehe durchaus ein, mir kein umfassendes Bild aller Gemeinden im lokalen sowie regionalen Bereich machen zu können, und das will ich auch nicht. Wie zu Beginn dieser Serie beispielhaft am Vortrag von Frau Fischer-Lichte belegt, ist dies auch nicht zwingend erforderlich.
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Tags: Anrufung, evangelisch, Glaube, Gottesdienstordnung, Landeskirche, Messgottesdienst, Michael Hausdorf, ökumenisch, Predigtgottesdienst, Szenen, Theaterstück, Verkündigung
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28. Juni 2009
Die Eröffnung
Im Messgottesdienst, einer eher ökumenisch orientierten Gottesdienstform, wird der eigentlichen Verkündigung ein einleitender Teil vorangestellt. Dieser ist je nach Kirche und Pfarrer durch sehr individuelle Handlungen gekennzeichnet.
Das erklärt sich zum einen dadurch, dass sich jede Kirche, oder aber auch der im Winter stattdessen gelegentlich genutzte Gemeindesaal, von anderen Kirchen oder Sälen in baulicher Weise unterscheidet.
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Tags: Eindruck, evangelisch, Gebet, Gottesdienstordnung, Kirche, Lautstärke, Messgottesdienst, Michael Hausdorf, Musik, ökumenisch, Pfarrer, Sonntag, Theater, Theatralität, Wahrnehmung
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29. Juni 2009
Die Anrufung
Im Regelfall wird die im letzten Artikel erwähnte Selbstinszenierung eines Besuchers sich aber in einem dezenten und sozial verträglichen Rahmen halten.
Gewöhnlich folgt der zuvor beschriebenen Vorbereitung nun die erste Phase, die so genannte Anrufung.
Eingeleitet wird diese dadurch, dass der Pfarrer den Kirchenraum als Letzter betritt. Dies macht er in gemäßigtem Schritt zumeist entweder durch die Mitte der Bankreihen von hinten herein der aus einer im vorderen Bereich des Kirchenraumes in der linken oder rechten Ecke vorhandenen Tür heraus.
Hinter dieser Tür befindet sich meistens die Sakristei, ein Raum, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich, sondern eher als Umkleidemöglichkeit und dergleichen gedacht ist. Ein Vergleich zu einer Seiten- oder Hinterbühne in einem klassischen Theater drängt sich hier auf.
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Tags: Altar, Anrufung, Bühne, Dekoration, Hinterbühne, Inszenierung, Methoden, Michael Hausdorf, multimedial, Musik, Seitenbühne, Selbstinszenierung, Theater, Theaterbegriff, Theatralität
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30. Juni 2009
Verkündigung und Bekenntnis
Nach einer individuell verschiedenen Anzahl von Liedern und Gebeten folgt dann die zweite Phase des Gottesdienstes: die Verkündigung.
Die Verkündigung selbst kann als eine zentrale Phase des evangelischen Gottesdienstes gesehen werden. Sie unterscheidet sich von den vorherigen Phasen durch eine gewisse Exklusivität.
In der Regel, über einen längeren Zeitraum von Wochen, Monaten oder gar Jahren gesehen, wird es zu keiner oder kaum einer Änderung sowohl in der in der Durchführung der Begrüßungs- wie auch der Anrufungsphase seitens des Pfarrers und des Gemeindepersonals kommen.
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Tags: Bekenntnis, Bibel, evangelisch, Fürbitten, Gottesdienst, Improvisation, Jesus, Kanon, Kollekte, Michael Hausdorf, Musik, Neues Testament, Rezension, Theater, Theaterbegriff, Theatralität, Verkündigung, Weihnachten
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01. Juli 2009
Das Abendmahl
Während diese Phase beim Predigtgottesdienst eher von dezentraler Bedeutung zu sein scheint und daher in den meisten Fällen weggelassen wird, ist das Abendmahl im Messgottesdienst von dominant-zentraler Bedeutung.
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Tags: Abendmahl, Altar, Baptistengemeinde, Bedeutung, Brot, das Abendmahl, evangelisch, Gemeinde, heilige, Heilige Taufe, Jesus, Kelch, Kirche, Lukas 22, Lukas-Evangelium, Michael Hausdorf, ökumenisch, Pfarrer, Phase, Testament, testaments, Theater, Theaterbegriff, Theatralität
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02. Juli 2009
Sendung und Segen
Um den Übergang von der Gemeindeversammlung im Gottesdienst hin zum individuellen Alltagsleben zurück zu realisieren, gehen beide Gottesdienstformen, also sowohl der Messgottesdienst wie auch der Predigtgottesdienst, ähnliche Wege.
Nachdem das Abendmahl durch die Wiedereinnahme der Plätze sowie ein gemeinsames Gebet und vielleicht noch ein Lied abgeschlossen wurde, folgt die vierte Phase, genannt Sendung sowie das zugehörige Segenswort, welches fest geprägt ist.
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Tags: Abendmahl, Geleitwort, Inszenierung, Michael Hausdorf, Musik, Segen, Sendung, Theater, Theaterbegriff, Theatralität
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03. Juli 2009
Zeichensysteme
In den vorherigen Artikeln ist in groben Zügen die Struktur eines Gottesdienstes dargestellt worden. Randbemerkungen zur Andeutung von Parallelen zum Theater wurden gemacht, doch ist damit noch längst nicht bestimmt, ob es sich bei einem evangelischen Gottesdienst wirklich um eine Aufführung im eigentlichen Sinne handelt.
Um dies nachzuweisen, ist es unabdinglich, ein Axiom(1) anzunehmen. Wenn nachgewiesen wird, dass es sich um eine Inszenierung handelt, dann kann von einer Aufführung ausgegangen werden.
Um nachzuweisen, dass es sich um eine Inszenierung handelt, muss die Inszenierung deduktiv auf ihre einzelnen Bestandteile hin betrachtet werden. Diese müssen separat voneinander betrachtet werden, um dann in einem zweiten Schritt induktiv auf die Inszenierung zurück schließen zu können.
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Tags: akustisch, Aufführung, Axiom, Beleuchtung, Bewegung, Bühnenbild, Bühnenraum, Darsteller, Erika Fischer-Lichte, evangelisch, Frisur, Gestik, Gottesdienst, Inszenierung, Methoden, Michael Hausdorf, Mimik, Politik als Inszenierung, Raum, Requisite, Schminke, System der theatralischen Zeichen, Theater, visuell
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04. Juli 2009
Person und Rolle
Im vorherigen Artikel wurde die Frage aufgeworfen, auf welche Personengruppe sich die Systematik der darstellerbezogenen Zeichensysteme anwenden lässt.
Es ist durchaus denkbar, diese Fragestellung auf den Pfarrer alleine zu beschränken, da er die Person mit dem größten Anteil an Handlung und Text ist. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass der Pfarrer eine vorgegebene Rolle spielt.
Um dies nachzuweisen, liegt es nahe, sich auf eine bekannte Definition der Theatralität von Eric Bentley zu beziehen. Zu beachten ist hier, dass Bentley hier aus dem entgegen gesetztem Blickwinkel dieser Arbeit argumentiert.
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Tags: Abendmahl, Darsteller, Ensemble, Eric Bentley, evangelisch, Gottesdienst, Körper, Michael Hausdorf, Person, Rezeption, Rolle, System der theatralischen Zeichen, Theater, Zeichensystem des Theaters
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05. Juli 2009
Ein historisches Beispiel
Wie zuvor dargestellt, ist es problematisch, in Bezug auf einen evangelischen Gottesdienst die Bereiche Person und Rolle zu trennen. Das wirft allerdings auch die Vermutung auf, dass eben diese Untrennbarkeit der Schlüssel zur Analyse der darstellerbezogenen Zeichensysteme nach Kowzan(1) zu sein scheint.
Es erscheint daher unzweckmäßig, die Herleitung einzig und allein auf bloße theoretische Logik zu verlagern. Bei Nachforschungen zu dem vermuteten Zusammenhang fiel der Blick auf eine historische Epoche oder besser gesagt, eine Person einer historischen Epoche, die in diesem Kontext durch ihr Leben und Handeln eine Verbindung zwischen Person und Rolle geschaffen hat.
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Tags: Analyse, darstellerbezogen, Erika Fischer-Lichte, evangelisch, Fest, Gottesdienst, höfisch, Logik, Ludwig XIV., Michael Hausdorf, Person, Peter Burke, Rolle, Sonnenkönig, Tadeusz Kowzan, Theater, Theaterwissenschaft, Theatralität, Versailles
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06. Juli 2009
Die Feste in Versailles
Das Konzept der Festveranstaltungen in den Gärten von Versailles gestaltete sich durchweg anders als die vorherigen öffentlichen Veranstaltungen.
Während in der Öffentlichkeit größter Wert auf eine schon beinahe rituelle Repräsentation des Königs wert gelegt wurde, ging man hier andere Wege. Ludwig orientierte sich mehr und mehr am Vorbild des Theaters und verstand es offensichtlich wie kein Anderer, dessen Mittel der Darstellung für seine Zwecke zu nutzen. Weiterlesen »
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07. Juli 2009
Bühne und Raum
Im vorherigen Artikel ist nachgewiesen worden, dass eine Überschneidung zwischen der darstellenden Person und der dargestellten Rolle kein Ausschlusskriterium für eine darstellerbezogene Systematisierung theatraler Zeichen in Bezug auf einen evangelischen Gottesdienst ist.
Des Weiteren wurde erwähnt, in welchem Rahmen diese Rollendarstellung zustande kommen kann: Die Darsteller bewegen sich innerhalb einer autonomen, künstlich geschaffenen Welt, die sich vor Allem dadurch auszeichnet, dass sie autonom zu sein scheint und sich dadurch von realen Alltagswelt abgrenzt.
Es wurde im Vorfeld die Frage gestellt, inwiefern sich in dieser Folge die raumbezogene Systematisierung theatraler Zeichen nach Kowzan auf den Kirchenraum beziehen lässt.
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Tags: axis mundi, darstellerbezogen, Darstellung, der heilige Raum, der profane Raum, evangelisch, Glaube, heilig, Heilige Taufe, heiliger Ort, Kirche, Manifestation des Heiligen, Michael Hausdorf, Mircea Eliade, Person, Raum, raumbezogen, Rolle, System der theatralischen Zeichen, Theater, Theaterwissenschaft, Theatralität, Theophanie, Zeichensystem des Theaters
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08. Juli 2009
Der Bruch in der Zeit
Eliade sieht einen Bruch zwischen dem, was er heilige Zeit nennt, und dem, was er profane Zeit nennt. Ihm zufolge ist beispielsweise die Teilnahme an einem religiösen Fest in einem heiligen Raum eine Art von Heraustreten aus der normalen Zeit, in der man sich auf die Ursprünge des Glaubens besinnt.
Dadurch, zumindest temporär, wird der Mensch wieder ein Teil dieser Zeit. Er führt des Weiteren(1) an, dass das Zeitempfinden eines Gläubigen sich dadurch erheblich von dem eines Nicht-Gläubigen unterscheidet, da der Gläubige sich innerhalb des Kirchenjahres anhand dieser Feste in seinem Lebensraum orientieren kann, während der Nicht-Gläubige in diesem Fall auf sich selbst gestellt ist.
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Tags: Bruch der Zeit, der heilige Raum, Erika Fischer-Lichte, Gemeinschaft auf Zeit, Jens Roselt, Manifestation des Heiligen, Michael Hausdorf, Mircea Eliade, sinnliche Erfahrung, Tadeusz Kowzan, Theater, Theaterwissenschaft, Theatralität
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09. Juli 2009
Anwendbarkeit des Axioms
Wie in den letzten Artikeln bereits erwähnt, kann man Jens Roselt(1) zufolge von einer Inszenierung sprechen, wenn alle Zeichensysteme des Theaters Verwendung finden.
Daher wurde nachgewiesen, dass eine semiotische Analyse unter Verwendung der Systematisierung theatraler Zeichen nach Kowzan(2) möglich ist.
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10. Juli 2009
Perspektiven
Es wurde bewiesen, dass es sich bei einem evangelischen Gottesdienst um die Aufführung einer Inszenierung handeln muss. Dies wurde durch Vergleiche und Rückbezüge zu mehreren praktischen Beispielen und Theorien dargelegt.
Eine Inszenierung ist ihrer Natur nach in einen theatralen Kontext eingebettet. Da es nun, wie im Vorfeld exemplarisch belegt, schwierig war und ist, eine gängige Definition von Theatralität zu finden, bleibt die Frage offen, ob und inwiefern man, wenn die Rede von einem beispielsweise sonntäglichen Gottesdienst ist, von Theater oder Theatralität sprechen kann.
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Tags: Analyse, Aufführung, Choreographie, Darsteller, Epilog, evangelisch, Gottesdienst, Gottesdienstordnung, Inszenierung, Künstler, Landeskirche, Methode, Michael Hausdorf, Musik, Probe, Prolog, Regie, Schauspieler, Szene, Theater, Theaterstück, Theaterwissenschaft, Theatralität
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